Minimalistisch und schick

NotallyX für die Notiz aus der Kneipe

Als „Wissensarbeiter“ nutze ich seit Jahren Obsidian. Davon habe ich hier öfters berichtet. Für mich schlicht das Mass meines Personal Knowledge Managements (pkm). Obsidian ist unglaublich leistungsstark, nicht zuletzt dank der 2’749 kostenlosen Erweiterungen aus der dynamischen Community (Stand März 2026). Allerdings erfordert die Nutzung Lernbereitschaft. Für Studium und Wissenschaft, wenn man sich damit befasst, erkenntnisgenerierend.

Aber: Für Kurznotizen in der Kneipe, Stichworte von unterwegs usw. brauche ich auf dem Handy ein simples (und schickes) Notiz-Tool, abseits von Tracking-Monstern wie Google Notizen usw. Überhaupt mag ich Software, die sich nicht auf der Basis einer Features-Dichte empfiehlt, sondern durch funktionale Fokussierung.

In der letzten Zeit hatte ich dank der Zugverspätungen ausreichend Zeit, Tools zu testen. Konkret waren dies Quillpad (mit Nextcloud-Sync), Another Notes, Material Notes, WriteOn, Notally und NotallyX. Viele andere interessante Tools waren angesichts meines Anforderungsprofils („minimalistisch und schick“) zu „fett“.

Inzwischen ist die Entscheidung für NotallyX ausgefallen. NotallyX ist Open Source (Android) und ein Fork von Notally, eine echte Weiterentwicklung. Die Entwicklung wird von Philipp Kesavan (Crustack) auf GitHub gepflegt.

Merkmale: Material Design, Offline-Fokus (Privacy), kein Tracking, keine Werbung usw. Seit 2024 als Fork entwickelt.

Features: Notiztexte, Audio-Aufnahmen, Dateien-Anhänge, Aufgabenlisten mit Unteraufgaben, Labels, Verknüpfung einzelner Notizen, Farbwahl bei Notizen, umfangreiche Import-Optionen (Google Notizen, Markdown/TXT, JSON, Evernote), Erinnerungen, Modernere UI-Elemente und umfangreichere Einstellungen, Sortierfunktion, Möglichkeit, Bilder in Übersicht zu verbergen, automatisiertes Backup usw.

Speziell: Es können teilweise Notizen von anderen Tools über „Teilen“ direkt in NotallyX übertragen werden, konkret beispielsweise von Another Notes zu NotallyX.

Minimalistisch? Hm. Bereits eine beachtliche Features-Vielfalt (Gefahr der künftigen Verfettung?), schick auf jeden Fall.