Alternativen

Nein, „Alternativen“ (Mastodon, Pixelfed, Loops usw.) können und sollen nicht die Monster-Plattformen „angehen“. Sie begründen soziale Nischen – und diese sind von anderer Qualität. Ziel ist die zivilgesellschaftliche Aneignung technologischer Optionen.

Beispielsweise nutze ich Pixelfed (Fotografie) und neu (April 26) Loops für Kurzvideos. Alles experimentell, als Lernfelder… Föderierte Lösungen: Das sind Apps, die über verschiedene Server hinweg miteinander kommunizieren. Das macht unabhängig von Einzelanbietern. Die Alternativen sind Open Source und bieten die Möglichkeit zu Dezentralität.

Robert Walser

„Die Häuser, die sie bewohnen, sind sauber wie sie selber, die Strassen, die sie bauen, sind ein bisschen holperig, genau wie sie selber, und das elektrische Licht, das ihre Dorfstrassen Abends beleuchtet, ist praktisch, wiederum exakt wie sie selber.“ (Der Gehülfe)

leicht verschneit wird das Gedankgrab von Robert Walser gezeigt. Schwarzer Stein, keine Schrift auf dem Grabstein lesbar. Ein schwarzer Wegweiser verweist im Vordergrund auf das Grab, mit Pfleil und dem Text "Robert Walser"

Heute, am arbeitsfreien Tag, Besuch bei Robert Walser, Friedhof Herisau, Appenzellerland: Walser hat in dieser Gegend lange Spaziergänge unternommen. Beim Spaziergang am Weihnachtstag 1956, allein unterwegs, ist er infolge eines Herzschlages zusammengebrochen und gestorben, begraben im Schnee.

Ausgereichnet im Schnee. Viele seiner Texte sind dem Schneien gewidmet. Und seine Werk Der Spaziergang ist meines Erachtens ein Monument moderner Literatur, auch wenn sich ein solcher Begriff bei Walser fürs Erste verbietet, dem Verkleinerungskünstler. Ob seiner Sprache verschlägt es mir die Sprache…

1933 wurde Robert Walser gegen seinen Willen in die „Heilanstalt“ Herisau, in die Psychiatrie, eingewiesen und beendete seine literarische Tätigkeit. Er lebte 23 Jahre in der Klinik Herisau, zuvor rund vier Jahre in der Klink Waldau in Bern.