Tools, Tools, Tools

Mehr und mehr wird der ungezähmte Einfluss der Techkonzerne (Amazon, Google, Microsoft, Apple, Facebook) zum Problem. Der mögliche, unterstellte oder tatsächliche Missbrauch der Marktstellungen ruft Kartellbehörden auf den Plan. Nicht wenige User suchen nach Alternativen. Oft ist es bei genauer Betrachtung gerade nicht die Innovationskraft der amerikanischen Riesen, welche die Marktstellung begründet. Vielmehr ist der Erfolg zu einem Grossteil dem Netzwerkeffekt geschuldet: Man nutzt

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Wiki-Projekte

In diesen Tagen habe ich mit Freunden SystemWiki und InnoWiki aufgeschaltet. Wir sammeln, ordnen und tauschen auf diesem Weg unsere Lesenotizen und Studienanregungen. Die Wikis sind im Rahmen der Initiative Lerngemeinschaften entstanden.

Wir nutzen das weitverbreitete Open-Source-Tool Mediawiki. Auf dieser Software beruht auch Wikipedia. Die Wikis ist für Mitglieder unserer Lerngemeinschaften zugänglich. Wir halten den Nutzerkreis bewusst überschaubar. (Zurzeit sind keine Neuaufnahmen möglich.)

WordPress 5 erschienen

Die meisten Weblogs (so auch dieses) und ungezählte Webseiten basieren auf dem Open-Source-CMS WordPress. Dieses ist soeben in der fünften Version erschienen. 

Als wesentliche Änderung gibt es den neuen Editor, der auf den Namen Gutenberg hört. Dieser lässt ein „block-orientiertes“ Gestalten von Text zu. Ein Block kann Träger von Text, Fotos, Videos usw. sein. Zudem sind erweiterte Datenschutzfunktionen implementiert worden, allerdings eher zaghaft. Auch dieses Mal hat uns WordPress ein Theme (eine Design-Vorlage) spendiert. Überraschungsfrei heisst das neueste Design Nineteen. Persönlich bin ich davon enttäuscht.

Insgesamt freue ich mich über die WordPress-Entwicklung, wenn mir in den Details auch die eine oder andere Besserwisserei in den Sinn kommt: ohne lange zu studieren…

Einen Dank an alle Entwickler.

Wer übrigens den alten Editor (von Version 4.9.8) nutzen will: Hier ist das Plugin dazu…

Gutenberg-Editor ausprobieren

In grossen Schritten schreitet die Entwicklung der neuen WordPress-Version 5 voran. Matt Mullenweg selbst in der Rolle des Projektleiter engagiert. Ein Kernpunkt der Neukonzeption ist der neue Editor, der auf den Namen Gutenberg hört. Von ihm ist zurzeit viel die Rede. Die Gestaltung eines Beitrags wird neu in Content Blocks (einzelne „Blöcke“) gegliedert, die eine Art „Formateinheiten“ bilden.

Der langen Rede kurzer Schluss: Wer den neuen Editor in seinem eigenen Blog ausprobieren will, kann ihn als Plugin installieren und damit die Testphase ausdehnen beziehungsweise die Wartezeit auf WordPress 5 verkürzen: Gutenberg-Plugin.

Meine Erfahrung damit: Funktioniert bei mir problemlos.

Digitaler Assistent als Freund im Alter?

Die Berner Zeitung widmet sich heute der Frage, inwieweit „digitale Assistenten“ älteren Menschen die Alltagsbewältigung zu vereinfachen vermögen. An diesem Artikel konnte ich mitwirken. Meine umfassendere Einschätzung in einer notizartigen Zusammenfassung:

Das Smartphone ist daran, zum allgegenwärtigen, mehrdimensionalen Alltagsassistenten zu werden. Unterstützung gibt es beispielsweise via Einkanal-EKG ebenso wie bei der Justierung von Haustechnik, der Navigation durch die Stadt oder beim Einkauf. Meines Erachtens werden in einer nächsten Phase in drei Bereichen Nutzungspotenziale entstehen, die für ältere Menschen von spezieller Bedeutung sein können:

a) „Selbstvermessung“, gesundheitsrelevantes Monitoring (z.B. kardiologische Anwendungen, die heute schon angeboten werden).

b) Notfallsysteme, die intelligenter werden und in schwierigen Situationen bereits ein „punktgenaue“ Triagierung an die richtige Stelle vornehmen.

c) Soziale Kontakte werden im Zuge der so genannten „Messengerisierung“ einfacher („intelligenter“) lebbar, gerade bei älteren Menschen, die in ihrer physischen Mobilität (teil-)eingeschränkt sind. Stichwort: Messenger mit intelligenten Assistenzfunktionen, Navigationssystemen usw.

Inwieweit solche Lösungen die nötige Akzeptanz finden, ist zentral von vier Faktoren abhängig (hier als Zuspitzung und Zusammenfassung):

  • vom sozialen Milieu: Die Bereitschaft zur Aneignung von Kulturpraktiken ist milieugeprägt;
  • vom Vorhandensein einer Mittlerperson (Familienmitglied, Kinder, Freund, Freundin usw.);
  • von der Nützlichkeitserwartung (bzw. von der Plausibilisierung der Nützlichkeit im sozialen Nahbereich);
  • von der Einfachheit der Nutzung.

Nehmen wir die generelle Akzeptanz des Internets bei den älteren Generationen als Indikator, so stellen wir fest, dass wir es in den letzten Jahren mit einer deutlichen Akzeptanzzunahme zu tun haben. Bedeutsam ist in diesem Zusammenhang die Zunahme bei der Smartphone-Nutzung. Knapp drei von zehn Seniorinnen/Senioren ab 65 besitzen und nutzen ein internetfähiges Smartphone (Deutschland, 2016).

Zum Artikel in der Berner Zeitung: Mittlerweile bin ich nicht mehr Leiter des Kompetenzentrums Generationen der FHS St.Gallen, sondern Leiter des interdisziplinären Weiterbildungszentrums.

Zum Artikel in der Berner Zeitung

Warten auf WordPress 5

Das neue WordPress 5 ist im Anflug. Aktuell sind wir bei 4.9.1. angelangt. Vor allem der neue Editor Gutenberg ist von Interesse und weckt Erwartungen. Angehoben werden auch die Sicherheitsstandards.

Wer bereits heute einen Eindruck vom neuen WordPress bekommen will: frontenberg.tomjn.com. Frontenberg ist ein Angebot von Tom J. Nowell. Abgesehen davon: Den Auftritt von Tom finde ich, vorsichtig ausgedrückt, sehr gelungen.

Siehe auch den Artikel über den Gutenberg-Editor bei WordPress.

Messenger-Gruppe als soziale Nische?

Zurzeit werten wir unsere Erfahrungen mit Fachgruppen aus, die wir via Messenger befeuern. Wir reiten auf der Welle der Messengerisierung des Internets… Konkret und aktuell geht es um die Gruppe Beratung. Unser Modell ist rasch dargestellt:

  • Thematischer Schwerpunkt ist (offen) definiert, hier Psychosoziale Beratung: Literaturhinweise, Diskussion von Fachtexten und Kongressberichten oder Weiterbildungen, methodische Inputs, Fragen aus der eigenen Beratungspraxis
  • angepeilte Gruppengrösse: 10 bis 20 Personen
  • Definition einer „Laufzeit“, hier 6 Monate; Verlängerungsmöglichkeit
  • vereinbarte Auswertung nach 6 Monaten
  • Die selben Publikationsrechte für alle (siehe Gruppenfunktion von Signal Messenger).
  • Verwendung des Signal Messengers, unter anderem, weil er „metadatenarm“ arbeitet, hohen Datenschutzstandards genügt, für (fast) alle Plattformen verfügbar ist (inkl. Desktop-Versionen), werbefrei und kostenlos funktioniert.
  • Einmal findet ein Face-To-Face-Treffen statt, zu dem alle eingeladen sind.

Kontext: Fach-Community, lose Verbindung, kein direkter Bezug zu einer Organisation (auch nicht zu Hochschule oder Verband). Ein Testlauf, der an die Hochschule gekoppelt war, hat sich nicht bewährt.

Quantitativ: Wir haben mit 21 Personen begonnen, nach 6 Monaten waren noch 19 dabei (zwei Personen sind aufgrund der zeitlichen Belastung ausgestiegen). 1733 Posts wurden eingebracht. Jede Person hat im Durchschnitt rund 14 Posts pro Monat beigesteuert.

Qualitativ: Vor allem die Diskussion von Fachliteratur stand im Vordergrund. Beim Grossteil der Posts ging es um Literaturtipps und die Diskussion von aktuellen Texten. Es wurde kontrovers diskutiert. Auch methodische Fragen spielten bei den Debatten eine wichtige Rolle. Beispielsweise ging es um die Grenzen der Lösungsfokussierung und um die Bedeutung psychodynamischer Beratungsmodelle. Fragen aus der eigenen Beratungspraxis wurden nur vereinzelt eingebracht. In diesem Sinne fehlte das intervisorischer Moment.

Erste Ergebnisse: Es zeigte sich, dass sich der thematische Schwerpunkt erst im konkreten Gruppengeschehen herausbildete. Dass es ein gemeinsames Startdatum gab, hat sich bewährt. Bei einer Fortsetzung und einer Öffnung für neue Mitglieder ist mit gruppenzyklischen Effekten zu rechnen, „Altbewährte“ treffen auf Einsteigerinnen und Einsteiger usw. Uneinigkeit besteht bei der generellen Bewertung dieses Nischenmodells. Für die einen war die Geschlossenheit der Gruppe Grundvoraussetzung für die Teilnahme, die anderen sehen das Nischenmodell als vertane Chance, sich in einen breiteren Fachdiskurs einzubringen.

Mein Vorschlag, für die mögliche Fortsetzung eine Mastodon-Instanz zu nutzen, fand in dieser Gruppe wenig Anklang. Persönlich blicke ich auf ein gelungenes Pilotprojekt zurück. Ich habe viel gelernt.