
Berlin, Moritzplatz

foss * gammler * ungezähmt



Das Interview von Lea Müller zu meinem Abschluss der Tätigkeit für die FHS St.Gallen ist im Bildungsmagazin Substanz erschienen und nun als PDF verfügbar. Update: nun nicht mehr verfügbar (2021).
Ein besonderes Geschenk sind zudem die Fotos von Bodo Rüedi, siehe zum Beispiel im Artikel.

Basil Höneisen, Redakteur beim Hochschulmagazin SUBSTANZ (FHS St.Gallen), Nils Ruckstuhl, Chefarzt in Flawil, und ich im Gespräch: Entstanden ist ein Beitrag von Basil Höneisen in der aktuellen Ausgabe.
„Eine Woche Ferien, 400 ungelesene E-Mails. Was früher noch undenkbar schien, ist heute bei vielen Alltag. Dabei betreffen die meisten Mails interne Angelegenheiten. Dieser Problematik begegnet die IT mit Messengern. Reto Eugster, ehemaliger Leiter des Weiterbildungszentrums, sieht in der Chat-Kommunikation Potenzial für ganze Branchen – neue Geschäftsideen wollen geweckt werden.“ Weiter lesen…
PDF-Gesamtausgabe des Hochschulmagazins SUBSTANZ (Wechsel zur Webseite der FHS St.Gallen)
Foto: Printscreen Signal Messenger, www.signal.org

Ende April war es soweit. Nach fast 30 Jahren habe ich meine Tätigkeit für die FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, aufgegeben. Eine starke emotionale Bindung wird bleiben, es waren für mich erfüllende Jahre, für die ich dankbar bin. Die letzten fünf Jahre, in der Funktion als Leiter des interdisziplinären Weiterbildungszentrums WBZ-FHS, sehe ich als eine Art Höhepunkt meiner beruflichen Entwicklung. Zu meinem Nachfolger wurde Rubén Rodriguez Startz gewählt, eine ausgezeichnete Entscheidung des Wahlgremiums.
Beibehalten werde ich die Leitung des Masterstudiums Psychosoziale Beratung. Dabei handelt es sich um ein Euregio-Masterprogramm, bei dem die Fachhochschule Vorarlberg sowie Schloss Hofen, Zentrum für Wissenschaft und Weiterbildung, beteiligt sind. Auch im Innovation Board des Zentrums arbeite ich weiterhin mit.
Ansonsten freue ich mich, in die Rolle des Lernenden zu wechseln, nochmals selber zu studieren. Im Alter ist mein Lernbedürfnis angeschwollen…
Foto: Rückblick auf 30 Jahre, Studentenfoto, Input meines Freundes Marcel Meier Kressig
27. April: Mein letzter Tag an der FHS St. Gallen. Nach fast 30 Jahren steht der Abschied an. Ich blicke zurück auf eine Verkettung glücklicher Umstände. In den letzten fünf Jahren habe ich als Leiter des interdisziplinären Weiterbildungszentrums gearbeitet. Einen Dank an so viele, die mich begleitet, gefördert, herausgefordert haben.


Zum Projekt Psychosoziale Beratung, Messenger-Fachzirkel:
Tipp für Android-User: Das regelmässige Sichern der Unterhaltungen ist beim Signal Messenger einfach möglich. Die Backups werden verschlüsselt gespeichert. Backup-Funktion aktivieren:
Für die Verschlüsselung der Passphrase auf dem Smartphone kann übrigens Cryptomator genutzt werden.
Weitere Infos zum Signal Messenger…

Zum zweiten Mal findet am 18.4.2018, ab 8.30 Uhr, das erpcamp an der FHS St. Gallen statt (Enterprise-Resource-Planning). „Digitalisierung zum Anfassen“, so das Leitmotiv. Das Barcamp-Format („Inputs auf Augenhöhe“…) sowie das „Rahmenprogramm“ sind vielversprechend.
Foto Reto Eugster: FHS St.Gallen, Foyer
Das 7. Bildungsforum der FHS St. Gallen war auf Diskussion hin angelegt. In diesem Jahr wurde auf das programmatische Eröffnungsreferat verzichtet und mit der Tradition gebrochen. Stattdessen widmeten sich zwei Diskussionsrunden den „künstlichen Intelligenzen“ in der Bildung. Dadurch gewann das Bildungsforum an Dynamik.

Insgesamt ging es jedoch um viel mehr und vor allem: um anderes als um den Titel der Veranstaltung („Maschine vs. Mensch“). Um den Bildungsbegriff beispielsweise. Philipp Tingler zeigte an der Differenz Ausbildung / Bildung die Grenzen künstlicher Intelligenzen auf. Er sehe nicht, wie Bildung durch so etwas wie Bots bedroht werden könnte. Anders sei die Ausgangslage bei der Ausbildung.
Jürg Stuker unterstrich, dass die aktuelle Digitalisierungsdiskussion Anlass sein soll, sich die Frage nach der Innovationsfähigkeit des Bildungssystems zu stellen. So sei nicht die Einführung eines Fachs Informatik gefragt, sondern die informatische Perspektive im Lerngeschehen insgeamt. „Hinein ins Experimentieren“, rief der den Lehrpersonen zu, das sei das Gebot der Stunde.
Für Adrienne Fichter zeigt gerade der aktuelle Facebook-Skandal, wie wichtig eine politische und rechtliche Rahmung der intransparent operierenden „Grossplattformen“ sei. Sie begrüsste die Einführung der bevorstehenden europäischen Datenschutzgrundverordnung als Erfolg. „Wenn wir ehrlich sind, kann uns der aktuelle Facebook-Skandal nicht überraschen. Das Geschäftsmodell von Facebook bringt solche Probleme mit sich. Wir alle haben es seit Jahren wissen müssen.“
Sterben und Tod: Im Zuge veränderter Mediennutzung wandeln sich auch Formen des Trauerns. Prof. Dr. Reto Eugster im Gespräch mit Claudia Deuber über die Medialisierung des Trauerns.
Was ist typisch für die Art, wie heute mit Sterben und Tod umgegangen wird?
Der Umgang mit Sterben und Tod unterliegt dem gesellschaftlichen Wandel. Während die Vorstellungen von Sterben und Tod vom frühen Mittelalter bis hinein ins 18. Jahrhundert weitgehend religiös „gezähmt“ waren, erleben wir heute ihre Psychisierung und Ästhetisierung. Der Tod ist nichts mehr, was uns „schicksalhaft“ ereilt, dem wir uns ergeben, sondern ist eine Zumutung, die der medialen Skandalisierung bedarf.
Was ist mit Psychisierung und Ästhetisierung gemeint?
In einer stark individualisierten Gesellschaft sind Sterben und Tod Angelegenheiten des Einzelnen. Nun droht der Umgang mit der Angst vor dem Tod zum psychischen Problem zu werden, das im Zweifel psychopharmakologisch behandelt wird. Anderseits ist der Tod in seinen medialen Inszenierungen allgegenwärtig. Ob im TV-Krimi, in der Tagesschau, bei stark frequentierten YouTube-Sequenzen oder in historischen Dokumentationen usw.: Es geht um die Klischierung und Mythisierung von Sterben und Tod. Wir sprechen zusammenfassend von der Ästhetisierung des Todes.