So etwas wie Abschied

Für ein halbes Jahr habe ich die Leitung des Weiterbildungszentrums der FHS St.Gallen nochmals übernommen, quasi in „Sondermission“. Ab 1.9.2020 werden die Hochschulen Buchs, Rapperswil und St. Gallen zur Fachhochschule OST vereint. Dies betrifft auch die Weiterbildung, welche im Zuge dieser Fusion neu gestaltet wird. Gemeinsam mit Melanie Gralak habe ich an diesem Change-Prozess aktiv teilgenommen.

Melanie Gralak wird das Weiterbildungszentrum ab morgen führen. Neu wird Konstanze Thomas Mitglied der Geschäftsleitung, ebenfalls ab 1.4.2020. Sie übernimmt den Bereich Bildung und Innovation. Eine wichtige Begleiterin war Corina Fust, als die Koordinatorin und Organisatorin. Diese Funktionen wird sie weiterhin wahrnehmen. Kommunikations- und Marketing-Chef bleibt Johannes Leuthold.

Lehraufträge und eine Studienleitung werde ich weiterhin wahrnehmen. Von allen Führungsfunktionen, die ich teilweise während rund zwanzig Jahren inne hatte, verabschiede ich mich.

Vielen Dank für das Vertrauen, dass mit dieser Beauftragung einher ging und vielen Dank für die Unterstützung, die ich erfahren habe.

Reto Eugster

Noch vor 100 Tagen reiste ich für eine 100-Minuten-Sitzung in Zürich 100 Minuten hin und 100 Minuten zurück. Heute findet das Meeting als Video-Konferenz statt.

Quelle: Digitale Brüche, Lerngemeinschaft, 28.3.2020 (Video Conferencing)

Sprechstunden im Netz

Bezogen auf meine Lehraufträge:

Sprechstunden: Für die Begleitung von Bachelor- und Masterarbeiten sowie das Lerncoaching (Zertifikatslehrgänge) biete ich Sprechstunden via Videokonferenz an. Während der Sprechstundenzeiten ist die Teilnahme ohne Vorankündigung möglich. Mit Wartezeiten ist zu rechnen.

Ausserhalb der Sprechstunden: Termine nach Vereinbarung, keine Wartezeiten

Einfacher Zugang: Der Zugang zum Meeting Room erfordert keine Software-Installation. Eine Registrierung ist nicht nötig, die Nutzung kostenlos. Es reicht der Link, zudem müssen Kamera und Mikro freigeschaltet sein.

Vereinbarungen: Im Fokus dieser Gespräche stehen fachlich-sachliche Themen. Von den Teilnehmenden erwarte ich, dass sie hörbar und sichtbar sind. Länger als 45 Minuten soll ein solches Meeting nicht dauern.

Einladungslink: Berechtigte verfügen über das Passwort, um zum Meeting Room zu gelangen. Nehmen Sie mit mir Kontakt auf, wenn sie glauben, berechtigt zu sein, aber über kein Passwort verfügen.

Das Angebot gilt ab 23.3.2020.


Open Source für die Heimarbeit

Nur als Anregung gedacht, ohne ideologischen Unterton: Welche Open Source kann zu Zeiten von Heimarbeit und Distance Learning gute Dienste erweisen?

Taiga ist ein Kanban-Tool, das Trello ersetzen kann. Jitsi ist ein Vorzeigeprojekt der Open-Source-Szene und kann es mit Zoom aufnehmen. Zoom ist aktuell in eine Reputationskrise geraten, es soll Datentransfers zu Facebook gegeben haben.

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Whereby Meeting Point

In meinem Alltag stehen die Zeichen auf Distance Learning und Video Conferencing. Ich habe mein Angebot Studienberatung sowie die geschäftlichen Meetings allesamt auf Whereby umgestellt, ein Tool, das ich schon länger nutze.

Seit 2013 bietet diese norwegische Firma, anfänglich unter dem Label appear.in, Video Conferencing an. Speziell an Whereby ist das User-Erlebnis. Dieses ist geprägt durch Prägnanz und Eleganz (Artikel zum neuen Auftritt in New Brand). Auch die Stabilität der Lösung spricht für Whereby.

Ein kurzer Link als Einladung genügt, zum Beispiel: whereby.com/test. Die Teilnehmenden müssen keine Software installieren und sich nicht registrieren. Ihre Teilnahme ist kostenlos. Ein Browser – Mikrophon und Kamera aktiviert – und die Konferenz ist startklar. Verfügbar sind auch Mobile-Versionen.

Kostenlos können bis zu vier Personen teilnehmen (Peer-to-Peer), siehe Free-Version. Die Pro-Variante kostet jährlich knapp 100 Franken (Stand 2020/3). Wer mehr braucht, ist auf die Business-Version verwiesen. Insgesamt eine faire Preisgestaltung und die Kündigung ist niederschwellig möglich. Der Geschäftssitz von Whereby ist nach wie vor in Norwegen, gehostet wird in Irland.

Distance Learning

Corona ist einmal mehr das Stichwort. Die Hochschulen (auch) in der Schweiz haben, wie es heisst, von Präsenzlehre auf Distance Learning umgestellt. Neu bin ich beim Weiterbildungszentrum der FHS St.Gallen im Support-Team Distance Learning tätig. Zwei meiner Prämissen für diese Arbeit:

Erstens: Wenn im Rahmen von Distance Learning versucht wird, Präsenzlehre bloss abzubilden, wird eine Chance vertan. Bei Distance Learning werden das Lernen und das Lehren prinzipiell neu gedacht.

Zweitens: Unseligerweise beginnen die Engagements für eine „digitale Schule“, wie es heisst, zu oft mit der Frage nach dem „richtigen Maschinelchen“. Toolmanie nenne ich diesen Trend. Fragen nach der Gestaltung von Lern-/ Lehrarrangements in den Mittelpunkt des Interesses zu stellen, ist überzeugender.

Woche 12

Die kommende Woche ist rasch beschrieben und die Leuchtschrift darüber kann nur lauten: Corona.

An der Hochschule haben wir beschlossen, dass keine Vor-Ort-Lehre mehr stattfindet. Distance Learning heisst das Schlagwort. Mit Hochdruck wird die informatische Infrastruktur erweitert und Know How aufgebaut. Unsere Informatik-Abteilung macht einen guten Job. Die Studierenden sind motiviert, sich auf die neuen Lehr- und Lernformate einzulassen.

Zudem haben wir (WBZ-FHS) ein „Support-Team Didaktik“ ins Leben gerufen. Aufgabe dieses Teams ist es, die internen, aber vor allem die externen Lehrbeauftragten zu unterstützen.

Für Vorlesungsformate nutzen wir Microsoft Teams (Video Conferencing usw.), bei Studienberatungen setze ich auch auf Whereby.

Blogs, die ich mag

In Blog-Welten bewege ich mich – gefühlt mindestens – seit ich im Netz unterwegs bin. Mittlerweile hat sich bei mir eine konzeptionelle Position herausgebildet, wie ein Blog gestaltet sein sollte.

Erstens: Blogs mit Marketing-Aussagen mag ich nicht. Zweitens: Blogs, die ich mag, widerspiegeln das eigenwillige Erkenntnisinteresse einer Persönlichkeit.Drittens: Blocksatz geht gar nicht.Viertens: Werbung via Blog, das verzeihe ich nur Kottke (www.kottke.org).

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