{"id":902,"date":"2017-12-23T14:45:13","date_gmt":"2017-12-23T12:45:13","guid":{"rendered":"https:\/\/retoeugster.ch\/blog\/?p=902"},"modified":"2024-12-27T11:59:04","modified_gmt":"2024-12-27T09:59:04","slug":"digitaler_assistent_alter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/retoeugster.ch\/blog\/digitaler_assistent_alter\/","title":{"rendered":"Digitaler Assistent als Freund im Alter?"},"content":{"rendered":"<p>Die Berner Zeitung widmet sich heute der Frage, inwieweit &#8222;digitale Assistenten&#8220; \u00e4lteren Menschen die Alltagsbew\u00e4ltigung zu vereinfachen verm\u00f6gen. An diesem Artikel konnte ich mitwirken. Meine umfassendere Einsch\u00e4tzung in einer notizartigen Zusammenfassung:<\/p>\n<p>Das Smartphone ist daran, zum allgegenw\u00e4rtigen, mehrdimensionalen Alltagsassistenten zu werden. Unterst\u00fctzung gibt es beispielsweise via Einkanal-EKG ebenso wie bei der Justierung von Haustechnik, der Navigation durch die Stadt oder beim Einkauf. Meines Erachtens werden in einer n\u00e4chsten Phase in drei Bereichen Nutzungspotenziale entstehen, die f\u00fcr \u00e4ltere Menschen von spezieller Bedeutung sein k\u00f6nnen:<\/p>\n<p>a) &#8222;Selbstvermessung&#8220;, gesundheitsrelevantes Monitoring (z.B. kardiologische Anwendungen, die heute schon angeboten werden).<\/p>\n<p>b) Notfallsysteme, die intelligenter werden und in schwierigen Situationen bereits ein &#8222;punktgenaue&#8220; Triagierung an die richtige Stelle vornehmen.<\/p>\n<p>c) Soziale Kontakte werden im Zuge der so genannten &#8222;Messengerisierung&#8220; einfacher (&#8222;intelligenter&#8220;) lebbar, gerade bei \u00e4lteren Menschen, die in ihrer physischen Mobilit\u00e4t (teil-)eingeschr\u00e4nkt sind. Stichwort: Messenger mit intelligenten Assistenzfunktionen, Navigationssystemen usw.<\/p>\n<p>Inwieweit solche L\u00f6sungen die n\u00f6tige Akzeptanz finden, ist zentral von vier Faktoren abh\u00e4ngig (hier als Zuspitzung und Zusammenfassung):<\/p>\n<ul>\n<li>vom sozialen Milieu: Die Bereitschaft zur Aneignung von Kulturpraktiken ist milieugepr\u00e4gt;<\/li>\n<li>vom Vorhandensein einer Mittlerperson (Familienmitglied, Kinder, Freund, Freundin usw.);<\/li>\n<li>von der N\u00fctzlichkeitserwartung (bzw. von der Plausibilisierung der N\u00fctzlichkeit im sozialen Nahbereich);<\/li>\n<li>von der Einfachheit der Nutzung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nehmen wir die generelle Akzeptanz des Internets bei den \u00e4lteren Generationen als Indikator, so stellen wir fest, dass wir es in den letzten Jahren mit einer deutlichen Akzeptanzzunahme zu tun haben. Bedeutsam ist in diesem Zusammenhang die Zunahme bei der Smartphone-Nutzung. Knapp drei von zehn Seniorinnen\/Senioren ab 65 besitzen und nutzen ein internetf\u00e4higes Smartphone (Deutschland, 2016).<\/p>\n<p>Zum Artikel in der Berner Zeitung: Mittlerweile bin ich nicht mehr Leiter des Kompetenzentrums Generationen der FHS St.Gallen, sondern Leiter des <a href=\"https:\/\/www.fhsg.ch\/weiterbildung\">interdisziplin\u00e4ren Weiterbildungszentrums<\/a>.<\/p>\n<p>Zum <a href=\"https:\/\/www.bernerzeitung.ch\/wissen\/technik\/licht-und-waerme-auf-zuruf\/story\/31515425#mostPopularComment\">Artikel in der Berner Zeitung<\/a>&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Berner Zeitung widmet sich heute der Frage, inwieweit &#8222;digitale Assistenten&#8220; \u00e4lteren Menschen die Alltagsbew\u00e4ltigung zu vereinfachen verm\u00f6gen. An diesem Artikel konnte ich mitwirken. 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